Das W-Pattern, auch „Doppelboden“ genannt, gehört zu den klassischen Formationen der technischen Analyse. Es deutet auf eine mögliche Trendumkehr nach einer Abwärtsphase hin und zeigt sich durch zwei Tiefpunkte, die von einem zwischenliegenden Hoch getrennt sind. Optisch erinnert die Struktur an den Buchstaben „W“, woraus sich die Bezeichnung ableitet.
Der erste Tiefpunkt markiert den initialen Boden, woraufhin eine Aufwärtsbewegung einsetzt, die das Zwischenhoch formt. Anschließend fällt der Kurs erneut zurück und testet ein zweites Tief. Bleibt dieses höher oder gleichauf mit dem ersten Boden und setzt anschließend ein Ausbruch nach oben ein, gilt die Formation als bestätigt und liefert ein bullisches Signal für einen möglichen Trendwechsel.
Die finale Bestätigung liegt vor, sobald der Kurs das Zwischenhoch nach dem zweiten Tief überwindet. Trader sehen darin oft ein Einstiegssignal für Long-Positionen. Das Kursziel ergibt sich typischerweise aus der Höhe der Formation – gemessen vom ersten Tief bis zum Zwischenhoch – und wird über die sogenannte „Neckline“, also die Verbindungslinie der Hochpunkte, nach oben projiziert.
Das W-Pattern kann für Marktteilnehmer ein hilfreiches Instrument sein, um Wendepunkte im Trend rechtzeitig zu erkennen. Dennoch erfordert es stets eine klare Bestätigung sowie konsequentes Risikomanagement, da auch diese Formation keine sichere Vorhersage über künftige Kursentwicklungen liefert.
Das W-Pattern zusammen mit einer EMA als Neckline
Die farbigen Pfeile markieren Vektorkerzen – und genau dort brauchen wir sie, an keiner anderen Stelle.
Wichtig: Die EMA darf nicht direkt am Support kleben, das W darf also nicht „daraufstehen“. Weshalb? Ein Blick in die Vergangenheit zeigt deutlich, wie oft Trader, die sich nur auf die EMA verlassen, dabei ausgestoppt wurden.
Deshalb möchte ich die EMA als Neckline nutzen, um bei einem Ausbruch nach oben eine saubere Long-Bestätigung zu bekommen.

